Training der besonderen Art
von Jan Eggert
Am 17. Februar fand ein Training der besonderen Art statt: Die beiden britischen Olympiateilnehmerinnen Jemima Yates-Brown und Lucy Renshall waren zu Gast im TSV Winsen und haben uns an ihrem Können teilhaben lassen. Die Matte war sehr gut gefüllt und alle Teilnehmenden bester Laune.
Los ging’s mit einem „leichten Aufwärmen“ – Laufen, Hüpfen, Rollen. Nachdem einige von uns schon sehr gut erwärmt waren, begann das eigentliche Aufwärmen mit ein paar Übungen, die auf die folgende Trainingsstunde einstellen sollten. So ging es beispielsweise darum, den Partner, der eine Bank macht, mit dem eigenen Oberkörper zu kontrollieren und dann – unter Beibehaltung der Kontrolle – um ihn herum zu laufen, Hierbei wurden selbstverständlich diverse Richtungswechsel vorgegeben.
Bei einer weitern Übung lag ein Partner auf dem Rücken und musste versuchen, den stehenden Partner davon abzuhalten, ihn am Kopf zu berühren. Dasselbe geht, wie wir feststellen durften, auch auf dem Bauch liegend – hier ist das Ziel, nicht an den Füßen berührt zu werden.
Dann folgte die Technik des Abends: Dreieckswürgen mit Armeinschluss, neudeutsch „Sankaku“. Am Ende dieser Technik liegen beide Partner auf dem Boden. Einer wird von hinten mit dem Bein des anderen gewürgt. Weil das einfacher aussieht als es klingt, hat Lucy diese Technik in mehrere Schritte zerlegt, so dass auch die Anfänger gut mitkamen.
Es ging damit los, dass Uke eine Bankposition eingenommen hat; Tori ist von hinten „aufgestiegen“ und hat in Ukes Revers gegriffen. Im nächsten Schritt hat Tori sein Bein vor Ukes Schulter gebracht und sich nach vorne fallen lassen; dabei hat er Uke mitgezogen und gedreht. Zum Schluss wurden dann noch die Beine sortiert (der anspruchsvollste Teil der Technik), um Uke effektiv würgen zu können.
Diese Technik wurde im weiteren Verlauf des Abends noch variiert – beispielsweise wurde Ukes Gürtel mit einbezogen, um einen seiner Arme zu fixieren.
Nach gut eineinhalb Stunden waren wir alle um eine coole Technik reicher. Wer jetzt aber dachte, das war’s, lag falsch: Zum Abschluss des Trainings folgten noch fünf Bodenrandoris à zwei Minuten, bei denen die erlernten und andere Techniken angewendet werden durften.
Nach einem kurzen Stretching war es dann aber leider endgültig vorbei. Die Mädels hatten sichtlich Spaß und alle Teilnehmenden waren begeistert. Wir danken allen, die dieses besondere Training möglich gemacht haben und freuen uns auf weitere Aktionen dieser Art.